Willkommen in Weißnaußlitz!
Meine Heimat - Oberlausitz

Mein Dorf

Weißnaußlitz wurde 1241 erstmals in der Grenzurkunde erwähnt. Der Ortsname bedeutet frei übersetzt "Neudorf", "Niederlassung der Neusiedler" oder "Neusiedlung". Worauf die eigenartige Farbbezeichnung zurückzuführen ist, lässt sich leider nicht mehr eindeutig feststellen. Recht gut dokumentiert ist die Zeit um 1380. Damals leistete das Dorf Abgaben an das Kloster Marienstern, welche in dem Zinsregister detailliert aufgeführt sind. Neben Geld waren Hühner und Eier zu entrichten. Die landwirtschaftliche Ausrichtung hat wohl auch dazu beigetragen, dass ca. 1756 Weißnaußlitz als erster Ort in unserer Region Kartoffeln anbaute. Interessant ist auch, dass in alten Unterlagen eine Windmühle erwähnt wird, welche jedoch näher an Neu-Drauschkowitz stand, ungefähr in der Verlängerung zum heutigen Grünen Weg. Sie war im Stil einer Holländerwindmühle gebaut.

 
Das letzte noch erhaltene Umgebindehaus im Ort. Aus unbekannten Gründen wurde die Blockstube zusätzlich mit einer Ziegelmauer verblendet. Im Haus findet man u.a. Tonnen- und ein Kreuzgewölbe.

Derzeit erlebt das Dorf einen Wandel. Zahlreiche Häuser fanden einen neuen Besitzer, auf der anderen Seite steht ein unübersehbarer Verfall von Gebäuden. Der einzige Landwirtschaftsbetrieb im Dorf wird von der Familie Groß unterhalten. Die Einwohnerzahl liegt weiterhin unter 100. In absehbarer Zeit erhält der Ort Anschluss an das Glasfasernetz.

Schiff Ahoi! Seit Ende November 2014 können die Weißnaußlitzer Kinder mit ihrem neuen „Schiff“ in See stechen. Der Spielplatz im Dorfzentrum wurde grundlegend erneuert. Die neuen Spielgeräte sind im Stil eines Schiffes gebaut, dessen Gestaltung auch unter den Erwachsenen ein positives Echo hervorrief. Zudem wurden zwei Bänke zum Verweilen aufgestellt. An dieser Stelle sei der Gemeinde Doberschau-Gaußig für die Mühen und finanziellen Mittel gedankt, welche aufgebracht wurden, um auch so kleine Orte wie Weißnaußlitz lebenswert zu gestalten.


Am 03.10.2010 wurde die Glocke auf dem alten Gutshaus von Pfarrer Frey feierlich geweiht und schlägt nun jede Stunde.

                                                    Ebenso wurde die Uhr restauriert.



Am 30. April findet jedes Jahr das traditionelle Hexenbrennen statt. An diesem Tag wird symbolisch endgültig der Winter verabschiedet. Bei Einbruch der Dunkelheit wird das Feuer entzündet und die Hexe verbrannt. Zu diesem Ereignis treffen sich fast alle Einwohner des Ortes und viele Gäste auf dem Hexenberg. 2020 war in dieser Hinsicht ein besonderes Jahr, da durch Corona das Hexenbrennen in der gesamten Oberlausitz ausfallen musste.